Wie sieht die räumliche Zukunft Leonbergs im Jahr 2040 aus?
Wie werden wir leben, wohnen, arbeiten, uns versorgen und fortbewegen und unsere Freizeit verbringen? Wie wollen wir unsere Flächen zukünftig nutzen?
Antworten auf diese Kernfragen zu finden ist Aufgabe des Stadtentwicklungsprozesses, der am 27.04.2022 mit einer Auftaktveranstaltung (Livestream zum Nachschauen) startete.
Stadtentwicklung erfolgt prozessorientiert und wirkt integrierend: raumbedeutsame Aufgaben verlangen einen kontinuierlichen Planungsprozess. Sich wandelnde demografische, soziale, ökonomische, ökologische und städtebauliche Bedingungen erfordern eine ständige Begutachtung und Überprüfung von erstellten Konzepten und Maßnahmen.
Konkurrierende Nutzungen und Flächenansprüche treffen dabei auf einen beschränkten Flächenvorrat und werden unter der Zielsetzung einer qualifizierten Innenentwicklung stadtplanerisch und städtebaulich gesteuert.
In diesem Sinn setzt die Stadt Leonberg auf eine nachhaltige Planung, die mit den Partnern in Bürgerschaft, Politik und Wirtschaft gemeinsam entwickelt und umgesetzt wird. Sie koordiniert zugleich alle für die Entwicklung der Stadt relevanten Planungsaktivitäten und trägt damit maßgeblich zur Lebensqualität in Leonberg bei.
Seit der Aufstellung des letzten Flächennutzungsplans aus dem Jahr 2006 und dem damals vorab erarbeiteten Stadtentwicklungsplan "Leonberg 2020" haben sich die Anforderungen an das Leben in der Stadt etwa durch den demographischen Wandel, den Klimawandel und die Veränderungen der Lebensstile und Bedürfnisse der Bevölkerung stark geändert. Die Auswirkungen dieser Trends auf die Stadt sollen im breit angelegten Stadtentwicklungsprozess #Leonberg2040 aufgezeigt, diskutiert und die Grundzüge der Stadtentwicklung mit konkreten Zielen und Maßnahmen festgelegt werden.
Wesentliche Aufgaben sind dabei die Erarbeitung von Grundlagen und Rahmenbedingungen für die langfristige Stadtentwicklung, um daraus Perspektiven und Handlungskonzepte für die verschiedenen Planungsebenen der Stadt (z.B. Flächennutzungsplan Leonberg 2040) ableiten zu können.
"Wir wollen die Attraktivität der Innenstadt auch als Bildungs- und Arbeitsstandort erhöhen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Leonbergs Zentrum verbessern", so Oberbürgermeister Martin Georg Cohn.
Der Stadtentwicklungsprozess stellt demnach die Weichen für die Zukunft. Die Ergebnisse des Stadtentwicklungsprozesses werden in einer Integrierten Innenstadtstrategie sowie einem Integrierten Stadtentwicklungskonzept zusammengeführt und bilden die Basis zur Entwicklung des Flächennutzungsplanes.
In unterschiedlichen Handlungsfeldern werden wichtige Themen der Stadtentwicklung diskutiert und Fachstrategien erstellt:
In die Erarbeitung der Konzepte durch externe Büros fließen auch die Beiträge und Erkenntnisse aus der Beteiligung der Bürger*innen ein.
Ziel ist, ins Gespräch zu kommen und den Dialog zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Stadträtinnen und Stadträten und Stadtverwaltung zu fördern.
"Die Entwicklung des Flächennutzungsplanes 'Leonberg 2040' für die gesamte Stadt mit ihren Ortsteilen, die 'Stadt für Morgen' sowie das Projekt 'Zukunftsfähige Innenstadt' sind daher richtungsweisend für Leonbergs Zukunft. In dieser spielen die Bürgerinnen und Bürger die Hauptrolle. Daher werden die Einwohnerinnen und Einwohner auch dazu aufgerufen, sich bei der Entwicklung für ein attraktives Leonberg zu beteiligen", ergänzt Cohn.
Für die Planung einer attraktiven Innenstadt erhält die Stadt eine Förderung des Bundesministeriums im Rahmen des Förderprogramms "Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren".
Mit dem eingereichten Projektantrag wird das Ziel einer strategischen Vernetzung der Innenstadtzentren Alt-Eltingen, Neuköllner Platz/Römerstraße und historische Altstadt Leonberg zu einer attraktiven und zukunftsfähigen Innenstadt verfolgt. Nutzungsmischung und Innenentwicklung sind dabei wichtige Notwendigkeiten, um Erlebnisräume mit vielfältigen Versorgungs-, Event- und Kulturangeboten in der Innenstadt zu schaffen und mit Grün- und Freiräumen, Verkehrsräumen (Parken, Fuß-, Rad- und öffentlicher Nahverkehr) sowie anderen räumlichen Nutzungen (unter anderem auch für Wohnen und Bildung) sinnvoll zu verzahnen. Neben der räumlich-fachlichen Vernetzung der Innenstadt soll eine lokale Partnerschaft aufgebaut werden.
Das Ergebnis des Förderprojektes in Leonberg ist eine Integrierte Innenstadtstrategie, die mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept verzahnt wird.